Über mich

Mein Bild
im meditterranen wohlfühlklima
neugierig, gehaltvoll, achtsam und sowas von.....

Donnerstag, 16. September 2010

wachstum

naturgwachsen rund 
ziert dieser
beschriftete stein 
meinen schreibtisch.

vor gut 4 jahren habe ich ihn mir gestaltet,
meine wenige  kraft und kaum spürbare energie hineingegeben.

zu jener zeit begann ich hoffung zu haben,
vertraute in die tage und wochen, 
stets im bewußtsein,
der augenblick ist jetzt und
jetzt ist leben.

leben bedeutet licht und sonne, 
enegrie und
erhellung.

tag ein tag aus bis heute.

jeden tag erinnert er mich 
und jeden tag
darf ich wachsen.

schön, kleine aufblitzende innerlichter
wahrnehmen zu dürfen.
so, wie mein gestrige
 blutrote und bedrohlich wirkender mördersonnenaufgang.

nachdem der majästetische säntisanblick mir 
ruhe und erhabenheit
- in zu stein gewordenem stolz -
vermittelte,
wurde mir blitzeblank glasklar,
wehalb sich meine assotiation im
mörder
blut
rot
zeigte.
schön.



Dienstag, 14. September 2010

tagesmüde

verabschiedet sich die sonne 
mit den letzten strahlen auf den
schweizer säntis.



fast so, wie ich auch.

erstaunlich heute nachmittag mein empfinden
zum morgenpost.

bedrohlich sah ich das rot des morgens,
fast mörderisches blutrot.

wo war die wut?

jetzt wiedeer kehrt ruhe ein,
zu meiner zufriedenheit.

mehr und mehr wandeln sich 
meine gefühlslagen
durch einen ganzen tag hindurch.
zufrieden und dankbar,
dass ich mich nun wieder spüren darf,
mittig, rund und
wohlig.

jeder einzelne tag ist sehr kostbar geworden für mich,
spätestens, seit dem ich mir meiner endlichkeit bewusst bin.
von jahr zu jahr mehr.






kraftvoll

mochte sich heute die sonne zeigen.
das wiederspiegelt sich deutlich in meinem tun.

voll tatendrang bin ich in meinem tag gegangen.

 manche widrigkeiten relativieren sich,
wenn ich die sicht-und handlungsweisen ändere.

meine kraft finde ich nur in mir. 


Montag, 13. September 2010

fliessende gedanken

der gestrige ausflug in unsere ehemalige heimat, dem markgräflerland mit seinem angrenzenden rhein, stimmte mich wehmütig. auch.

so, wie der rhein stetig richtung süden majestätisch dahinfliesst, um basel ein hallo zu sagen, so durften meine gedanken fliegen,  zeitreisengleich in meine, unsere vergangenheit.
manche steine im flussbett sind im laufe der jahrezehnte vom steten reiben des wassers  rundlich geworden, fast sanft sogar, manche hingegen sorgen durch ihre kantigkiet für enstehende strudel.
schön anzusehen, wenn sich die fische mit diesem naturenstanden superaquacoaster vergnügen.
 in zeiten, bevor uns unsere kinder bereicherten,  konnten wir stundenlang dort sitzen, am rhein, mit unseren gedanken, träumen und plänen.
jung waren wir und dachten, die welt stünde uns offen, einmal mehr, wenn uns die wirkung von bier und cannabis den letzten illusorischen kick verpasst hatte.
wir sollten jedoch unsere realistische und wahrhafte persönlichkeitsentwicklung währenddessen verpassen.
das wissen wir erst heute.
rekapitualtion und rekonstruktion sind meine aufgaben geworden, die nehme ich an.
 kirchhofen, mein dorf, in dem ich etliche jahre lebte und mich die weit über die landesgrenzen bekannte wallfahrtskirche, ausgestattet mit   überladenem und reichlich gold verziertem barocken überfluss im interieur,
15-minütig nervte.
heute vermisse ich es, dieses gotteshaus, das eher einer bonbonbude mit optisch verzerrten puttengesichtern glich, als einem raum zur besinnung.
geborgen hatte ich mich gefühlt, damals in kirchhofen, und ich frage mich, woran das gelegen haben mag.
meine mutter war eine der vielen älteren damen, die sich zu jeder bet-stunde und -zeit dort im gotteshaus einfand.
eine mutter schenkt geborgenheit, nun ist sie tot.
fast 9 jahre schon.

oft sind wir  mit unseren zwei kindern diesen weg durch den lieblichen laubwald gegangen, während wir nebst qurirreligen und freudigen kinderquasselgesprächen grosse mengen totentrompeten gesammelt hatten. nein, trotz ihres namens, würtzen sie schmackhaft und morchelgleich die speisen.
 alt und morsch, die witterung selbst hier hat ihren auftrag getan. unser rastplatz von einst wird wieder in die natur zurückkehren, um somit für neuses leben zu sorgen.

das efeu klammert sich fast in einer agressiven weise an und um den baumstamm, es sucht halt, lebensnotwendigen.
mir scheint es ähnlich zu gehen bisweilen und ich weiss, ich darf ihn nur in mir suchen.
oft gelingt mir das und ich erkenne, wie sehr ich gewachsen bin in all den jahren.
erwachsen sogar, endlich, weil ich meine zu tragende verantwortung annehme.
 
meine gestrige wehmut durch die zeit-und gefühlsreise erkenne ich als prozess des
LOSLASSENS.

da bin ich keine meisterin drin, das weiss ich und so spüre, dass genau dieser weitere ent-wicklungsprozess unabdingbar und notwendig ist.
hier droben bin ich härter geworden. ich weiss heute, so glasklar, wie die hochschwarzwälder reine luft und auch meine abstinenz hier den geist klärt, was ich möchte und mir gut tut.
mein lebensfluss hat mir geduldig manchen stein abgerundet.
beweisen muss ich anderen und mir schon lange nichts mehr.
nur fliessen in meinem strom, der gen süden geht
und dort endet, wo das helle licht mich eines tages empfangen wird.
so manche kante hat mir mein strom aber auch geschärft.
das ist lebensnotwendig für mich und gut.


mein weg in gelassenheit, stolz, dankbarkeit, demut auch, geduld mit nötiger  eigenliebe und erkannter
selbstverantwortung.

Freitag, 3. September 2010

extravaganz in violett



der amethyst


der name kommt aus dem griechischen 'amethein' und bedeutet 'trunkenheit' gegen die er schützt.

ich wandle das einfach um und sage: 'er schenkt mir klare gedanken und gefühle' und unterstützt mich auf meinem abstinenten weg.

das funktioniert.

"LOS - leben ohne suchtmittel"

unter dieser überschrift wollte ich damals meine selbsthilfegruppe anbieten, mit infos zur örtlichkeit und der zeit unseres treffens.
mitlerweile hingegen bin ich hier für mich unterwegs und ich schreibe nur für mich.

meine gruppenmitglieder rekrutieren sich direkt aus der fachstelle der therapeuten, die als filter dienen.
zum schutze für mich und der mitgliederInnen.

das nehme ich geren in anspruch.

so wechselte ich von der kostenpflichtigen seite zu diesem blog mit selbigen namen. auslöser dafür war u.a. mein dachverband, für den ich arbeite,  und mir die kostenübernahme nicht zusagagen mochte.

macht nix, es geht auch so und das gut.

die gelder in den fachstellen werden von jahr zu jahr  gekürzt, vollzeitstellen gibt es nicht mehr und die mitarbeiter stehen zusehens unter markwirtschlaftlichem druck, auch der der konkurrenzfähigen mitsteiter auf dem markt der suchtkrankenhilfe.

es geht um effizientes arbeiten, was kostsparende und zielführende resultate hervorbringt.

hier jedoch, habe ich mein refugium, in dem ich mich tummeln darf, schreiben, denken und fühlen.


es ist fast so, als wolle ich hier in mitten des alltagstrubels eine kleine bessingsstunde  hervorrufen.

das ist gut und für mich so wichtig, weil ich mich noch immer all zu sehr im aussen verliere, in der verantworung, im gegenüber.

zu diesem wunderschönen, wenngleich doch etwas verstaubtem, amethyst gibt es eine kleine geschichte, ja ein andenken. 

dieser stein liegt hier auf meinem schreibtisch rechts vor mir, ich sehe ihn jeden tag und erinnere mich an jene begebenheit, als  der schnee hier hoch lag und kalte winterstürme ums haus fegten.

das christkindle brachte mir nun just am 24.12. einen gefüllten umschlag. da war was drin, das war deutlich zu fühlen und auch zu hören.er gab klingende geräusche von sich und fühlte sich an, als wäre es der wolf aus rotkäppchens märchen, der die steine im bauch hatte, die der jägersmann ihm in seinen köper gegeben hatte.
nachdem ich nun diesen besagten umschlag geöffnet hatte, kamen mir ein dutzend klingende messingglöckchen entgegen.
was ein fröhliches gefühl machte sich in mir breit, ich wusste, wer mir diesen umschlag geschickt hatte und ich wusste, was er mir damit geben mochte - lebensfreude ich selbst assoziierte zur lebensfreude auch  ein wachrütteln, eher ein wachklingeln.

dieses goldene geklitzern im winterabendübliche kerzenschein mochte ich auf meinem amethysten recht oben meines schreibtisches wissen. so zierte bis in das späte frühjahr dieser wunderbare heilstein mit wachrüttelglöckchen meinen arbeitsplatz, und das tat mir sehr, sehr gut.

eine kerze, die neben meinem stein hier rechts oben auf dem holzschreibtisch liegt,  wartet indes darauf, bis die tage viel, viel kürzer werden und ich sie wieder entzünden werde, während ich mir beim arbeiten und betrachten meiner violetten extravaganz einen tee zu mir nehme.

so, wie vergangenen winter, bayram, der tee für feiertage in der türkei und den solls für mich jeden tag geben.

Donnerstag, 2. September 2010

lebenswille

nun lebe und gärtnere ich schon seit nunmehr im 4. sommer hier rum und bin am rande meiner botanischen geduld.

unzählige pflanzen, kräuter auch und bäumchen mochten in dieser vegationslage nicht überleben und mir zur freude gedeihen.
das ist ihr gutes recht.

doch die marokkansiche minze  ist zäh und hat selbst das terrasseumpflügen wundersamerweise überlebt.



ich habe dazu gelernt und weiss, es sind nur sehr wenige, die hier gedeihen, die flora ist spärmlich, aber dennoch brillant, wenn ich mein auge schärfe und meine gewohnten vorstellungen von blumenbeeten und rabatten den hiesiegen gegebenheiten anpasse.

das ist auch eine lernaufgabe, die mir zusehens mehr gefällt.

wunderbar sind diese pflanzen und meine wahrnehmung ist sensibilisert für die kleinen und vor allem auch selten auftretenden blütenpracht.

das liegt am meinem blickwinkel wohl. im markgräflerland hätte ich vermtulich mit einer arroganz so manch zartes pflänzchen gejähtet, im unvermögen des erkennens ihrer schön - und einzigartigkeit.


ich bin dankbar geworden.

trotz so manchen momenten der botanischen ungeduld, die sich so ab und an noch mal bemerkbar macht.

Mittwoch, 1. September 2010

seit nunmehr 5 wochen


der sommerferien mit kindern und kinderfreundInnen fühle ich mich, wie jener gockel auf der flucht.

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und weiss doch, schön, dass hier das leben tobt.  

                                                               ........gahgahgahag.....